Neugestaltung des Instituts für Sinologie der Universität Zürich, Zürichbergstrasse 4
Zürich
Ausgeräumt, aufgewertet, zweckgemäss
Problem und Anspruch
Die äussere Gestalt des Gebäudes musste aus Rücksicht auf den benachbarten Bau von Gottfried Semper erhalten bleiben. Gleichzeitig verunmöglichte die Baufälligkeit des Hausinnern eine weitere Nutzung.
Idee und Lösung
Eine Auskernung drängte sich auf, aber mit der Nachvollziehbarkeit der Eingriffe und Ergänzungen. Die Niveaus und Ordnungsraster der Stockwerke sind unabhängig von den Fensterreihen neu bestimmt worden.
Die Einbauten bilden einen Komplex für sich, der zu den alten Aussenwänden Distanz hält. Im Volumen, einst das Erd- und erste Obergeschoss beanspruchend, steht nun ein dreigeschossiges Gestell, das die Bibliothek aufnimmt.
Darüber liegen die neuen Zwischendecken und das Dach der Büroräume. Diese Gebäudeteile stützen sich auf den neuen Gebäudekern – mit Lift, Treppe, Leitungen, Sanitäranlagen – und auf die zusätzlichen Stützrippen der Aussenwände.
Auch die Materialien im Gebäudeinnern verdeutlichen die Auskernung: die alten Aussenwände blieben innen und aussen weiss verputzt. Die Deckenkonstruktionen, die Stützrippen und der Gebäudekern sind aus grau lasiertem Sichtbeton, die drei Geschosse der Bibliothek als blaues, tragendes Metallgestell gestaltet. Die Granitböden im Eingangsbereich wechseln zu Linolbelägen in den Bürogeschossen.