Umbau und Neunutzung Tiefenhöfe 6
Zürich
Vergangenheit und Zukunft am selben Tisch
Problem und Anspruch
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude der Tiefenhöfe 6 geht auf das 17. Jahrhundert zurück und ist Teil eines städtebaulichen Ensembles in einem Blockrand der Bahnhof- und Talstrasse sowie des Bleicherweges und Paradeplatz gefasst.
Entlang und querend der Tiefenhöfe gibt es nutzungsoffene Wege und Verknüpfung von öffentlichkeit- und privatflächigen Bereichen, die Hinweise auf deren Vergangenheit geben.
Im Laufe der Zeit haben die Häuser wechselnde Mischnutzungen aus Kutschenhaus und Stallungen im Erdgeschoss, später Wohnen, Atelier und Büro erfahren. Als erster Geschäftssitz von Alfred Escher mit der Schweizerischen Kreditanstalt, wurde das Gebäude zum Ausgangspunkt einer der prägendsten Finanzinstitutionen der Schweiz.
Idee und Lösung
Die konzeptionelle Mischnutzung des Ensembles findet sich auch im umgebauten Tiefenhof Nr. 6 wieder. Das «Mews House» möchte sich als kultureller, sozialer und kreativer Katalysator am Ort positionieren: Räume für Denken, Fühlen, Bewahren und Neuinterpretieren schaffen, in denen Vergangenheit und Zukunft denselben Tisch teilen.
Umgesetzt wird diese Vision in historischer Hülle, in zeitgenössischer Kultur, Gastronomie, in Begegnungsräumen und urbanen Konzepten – eine Brücke zwischen Tradition und modernem Stadtleben.
Die Nutzung des Wohnens, das ursprüngliche Konzept der Tiefenhöfe 6, kehrt als kleines Luxus- Hotel mit historischem Charme zurück.
Die bestehenden Wandtäfer, Türen, Holzeinbauschränke und keramischen Öfen werden in die Gegenwart integriert. Die Details erinnern an die damalige Zeit und lassen den Besucher in die Entstehungsgeschichte eintauchen.
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1. Obergeschoss
Grundriss Dachgeschoss