Sanierung und Umnutzung Haus zum Rechberg Hirschengraben 40
Zürich

Festliches Erlebnis und repräsentativer Nutzen

Problem und Anspruch

Das Haus zum Rechberg als Zürichs bedeutendster Profanbau des 18. Jahrhunderts war unter den 
strengsten Auflagen der Denkmalpflege komplett zu sanieren und baulich anzupassen, um dem Regierungsrat für Empfänge, Tagungen und Sitzungen im repräsentativen Rahmen zu dienen und den Parlamentsdiensten Büros und Sitzungszimmer zu bieten.

Idee und Lösung

Wir sicherten die originale Bausubstanz, entfernten spätere Zusatzverkleidungen und erforschten bei fehlenden Bauelementen den ursprünglichen Raumcharakter samt Farbigkeit und Helligkeit. 

Dabei leitete uns die Überzeugung, das im Bestand Unentschlüsselbare nicht mit historisierender Fantasie nachzubauen, sondern die Wiederherstellung als verantwortungsvolle Neuinterpretation zu realisieren. 
Das Neue respektiert die ursprüngliche Stilhöhe und Atmosphäre, ist aber klar als aus unserer Zeit stammend erkennbar. Das Mobiliar entwickelten wir eigens für den Rechberg zusammen mit Trix und Robert Hausmann. Neu und von den alten Kerzenlustern inspiriert ist der Linsenluster der festliches Licht spendet. 
Die Einrichtung vermeidet jede Musealität, ist eindeutig unserer Zeit im Sinne des Weiterbauens zuzuordnen und genügt den heutigen praktischen Bedürfnissen. 

Die neuen Nutzungen werden in die bestehenden Raumstrukturen der Zwischengeschosse integriert. Sämtliche örtliche Raumtrennwände bleiben ungestört erhalten. 
Der Lift wird strukturschonend im Bereich der bestehenden und künftigen Nasszellen angeordnet. 
Der Küchenkomplex ist auf der rechten Hausseite in einem baulich wenig heiklen Teil des Gebäudes eingefügt. 
Die Versorgung und Entsorgung erfolgt über die alten Ofenheizkammern.

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Situation

Situation

Südwestfassade

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss 1. Obergeschoss

Grundriss 2. Obergeschoss