Hotel Waaghaus
Gottlieben TG
Sichtbare Erhabenheit und effiziente betriebliche Struktur
Problem und Anspruch
Das Drei-Häuser-Ensemble an attraktiver Lage am Seerhein im malerischen Gottlieben soll in zeitgemässer Wertigkeit und Eleganz seine ursprüngliche Erhabenheit wiedererlangen, damit es wieder als erstklassiger Restaurations- und Hotelbetrieb finanziell selbsttragend geführt werden kann.
Infolge der letzten Sanierung in den 70 Jahren büsste die eindrückliche historische Bausubstanz teilweise ihre Authentizität ein. Nun soll die denkwürdige Vergangenheit respektvoll mit den Ansprüchen von Heute reaktiviert werden.
Idee und Lösung
Das Waaghaus und die Rheineck werden von Einbauten befreit und durch ein raffiniertes horizontales und vertikales Wegnetz miteinander verbunden, das die betrieblichen Abläufe praktisch und kostengünstig gestaltet.
Die Fassaden werden auf ihren Ursprung zurückgeführt. Der Hotelzugang ist neu wie früher an der Stirnfassade des Hauses Rheinegg am zukünftig idyllischen Dorfplatz.
Der kleine mittige Lichthof verknüpft im Erdgeschoss Rezeption, die Aufenthaltszone der Hotelgäste, Restaurationsräume und das SPA.
Mit einem Spitzgiebel wird der neue Wintergarten zum eigentlichen Erkennungsmerkmal. Er trennt die beiden Terrassen über dem Seerhein und verknüpft gleichzeitig das Waaghaus und den Saalbau innenräumlich funktional. Das attraktive Fassadenbild nimmt das Riegelmotiv der Nachbarhäuser auf.
Das Terrassen-Geländer ist leicht und transparent gestaltet. Es wird mit tiefliegend befestigter Pflanzenpracht bestückt, damit das Wasser auch am Esstisch sichtbar bleibt.
Bewusst ragt der Wintergarten aus diesem Querbezug in den Seerhein hinaus und wird zu einem Blickfang, das von weither sichtbar Neugier weckt.
Der Rheinecksaal mit schwerem überdimensionierten Dachstuhl, wird weitergedacht zu einem zeltartigen Fünf-Giebel-Raum, überraschend, anders, neu.
Situation
Ansicht Fassade
Grundriss Untergeschoss
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1. Obergeschoss
Grundriss 2. Obergeschoss
Grundriss 3. Obergeschoss
Grundriss 4. Obergeschoss